Open Practices IN Education (OPINE)

Forschungssymposium, 14.-15. November 2019, Frankfurt a. M.

Offene Wissenschaft (Open Science) bedeutet, Wissenschaft auf eine Art zu praktizieren, die auch Akteure aus der Wirtschaft, Zivilgesellschaft und der Politik in Interaktion treten l√§sst, d.h. Prozesse werden zug√§nglich, transparent und erlauben Austausch, Kommunikation und Kollaboration. Offene Wissenschaft leistet somit einen direkten Beitrag zur Erkenntnisgewinnung aller Gesellschaftsebenen und erlaubt zudem eine offene Validierung der Erkenntnisse. Fragen ergeben sich f√ľr Forschende in der praktischen Umsetzung, die durchaus kultur- und disziplinspezifisch sind, sowie von pers√∂nlichen Pr√§ferenzen abh√§ngen k√∂nnen (Kim & Nah, 2018; Linek, Fecher, Friesike, & Hebing, 2017).

Nicht nur Forschung, auch Lehre profitiert von offenen Praktiken. Open Educational Resources (OER) und Open Tools erm√∂glichen eine einfache, orts- und zeitunabh√§ngige Nutzung (Blessinger, & Bliss, 2016). Gleichzeitig k√∂nnen Studierende bei der Erstellung und Nachnutzung von OER direkt partizipieren. Hinzu kommt, dass auch die Vermittlung von Open Science immer zentraler wird, wie erst k√ľrzlich im Rahmen der Aufdeckung der Replikationskrise deutlich wurde. Die Offenlegung von Studienabl√§ufen und Erhebungsdaten soll dazu beitragen, Forschung nachvollziehbar und reproduzierbar zu machen, um signifikante Ergebnisse zu validieren. In Bezug zur Lehre ist bisher noch wenig bekannt, welche internen und externen Faktoren in jeweils welchem Ausma√ü eine Rolle spielen, um die Vermittlung und Nutzung von offenen Praktiken zu erm√∂glichen (Bossu, & Stagg, 2018).

An Hochschulen können die Zusammenhänge zwischen offenen Praktiken in Forschung und Lehre besonders gut untersucht werden, da die Akteure gleichzeitig forschen als auch ihre Forschung direkt in die Lehre mit einbeziehen. Ziel ist es,  den zugrundeliegenden Kontext von Forschungs- und Lehrpraktiken genauer zu verstehen, sowie die Relationen zwischen die Praktiken beeinflussenden Faktoren und die Spannungen zwischen Datensicherheit, Datenschutz und Offenheit zu untersuchen (Cronin, 2017).

Zeitplan

Das Symposium findet am:

14. November: 12-19 Uhr

15. November: 9-15 Uhr statt

Impulsvortrag

Tobias Steiner:¬† “Wor√ľber reden wir, wenn wir √ľber “Offen” sprechen? Wissenschaft, Forschung, Bildung und Wissenschaft”. Tobias Steiner wird mit seinem Vortrag die bestehenden Handlungsfelder in Open Science und Open Education kurz skizzieren und hofft, m√∂gliche Konvergenz- und Verflechtungspunkte aufzeigen zu k√∂nnen, von denen beide Open Movements profitieren k√∂nnten.

Tobias Steiner hat in Augsburg, Hamburg und London studiert und einen MA in Fernsehgeschichte und -kultur von Birkbeck, University of London, erworben. In den letzten acht Jahren hat er an den Schnittstellen von Open Source, Open Education und Open Science mit einer Vielzahl von Projekten gearbeitet, die das Ziel hatten, das Bewusstsein f√ľr diese Welten von Open im Kontext von HE und dar√ľber hinaus zu f√∂rdern.

Weitere Informationen/Links: Tobias Steiner’s ORCID-Profil; Open Scholarship Strategy Development; seine Website

Teilnehmende

Die Tagung richtet sich an Forschende, die sich mit den Themen Open Research Practices, Open Research Resources und Open Educational Resources sowie den sich daraus ergebenden Fragestellungen besch√§ftigen. Aktuelle und geplante Forschungsprojekte sollen dabei vorgestellt und bisher noch ungenutzte Kollaborations-Potentiale identifiziert werden. Der Fokus der Tagung liegt auf dem Netzwerken und dem wissenschaftlichen Austausch. Nach einer kurzen Vorstellung der Teilnehmenden und ihren Interessen werden in einzelnen Sessions relevante Themen diskutiert. Als Basis hierf√ľr dienen die eingereichten Abstracts, die ¬†im Vorfeld der Tagung ver√∂ffentlicht werden (Open Access).

Eingereicht werden können Abstracts zu folgenden nicht exklusiven Themen (max. 1000 Wörter):

  • Studien und Nutzerstudien zu offenen Praktiken an Hochschulen
  • Studien, Nutzerstudien und Fallbeispiele zum Zusammenhang zwischen offener Forschung und offener Lehre
  • Fallbeispiele aus der Hochschule zur Umsetzung offener Praktiken
  • Studiendesigns zur Messung oder Untersuchung von Offenheit und offenen Praktiken
  • Theoretische Beitr√§ge zur Offenheit in Forschung und Lehre
  • Theoretische Beitr√§ge zu Wissenschaftsforschung, Bildungskontext-bezogene Faktoren im Zusammenhang mit offenen Wissenschaftspraktiken

Teilnahme und Fristen

Die Teilnahme an der Veranstaltung setzt die Einreichung und Annahme eines Abstracts voraus. Die Teilnahme ist kostenlos und auf ca. 25 Teilnehmer beschränkt. Registrierung erforderlich (näherer Informationen folgen). Konferenzsprache ist Englisch.

Einreichungsfrist der Abstracts (englisch, max. 1000 W√∂rter): 12.07.2019 √ľber easychair: ¬†https://easychair.org/conferences/?conf=opine2019

Bekanntgabe zur Teilnahme: 15.07.2019

Organisatoren

OPINE wird gef√∂rdert vom Leibniz-Forschungsverbund Open Science und organisiert vom DIPF | Leibniz-Institut f√ľr Bildungsforschung und Bildungsinformation, Wikimedia Deutschland e.V., Access 2 Perspectives, Ludwig- Maximilians-Universit√§t M√ľnchen und Universit√§t Kassel.

Veranstaltungsort

DIPF | Leibniz-Institut f√ľr Bildungsforschung und Bildungsinformation, Rostocker Stra√üe 6, 60323 Frankfurt am Main

Kontakt

Tamara Heck (DIPF)

Literatur