„Serious Comics“ für Open Science

Projektbeschreibung

Unser Serious Comic über Serious Comics (bitte aufs Bild klicken)

Dieses Projekt widmet sich unserem neuen „Serious Comics“-Ansatz. Es kombiniert die Langzeittrends Infotainment, Edutainment und Gamifizierung mit der gestiegenen Relevanz von Grafiken im Web 2.0 und der Wissenschaftskommunikation. Dementsprechend sind „Serious Comics“ (ernsthafte Comics) analog zu „Serious Games“ (ernsthafte Spiele) zu verstehen.

Nach unserer Definition benutzen „Serious Comics“ die Sprache der Comics für Wissenschaftskommunikation, wissenschaftliche Information und Lernen. Die Comic Sprache ist in verschiedener Weise einzigartig. Ihre Kombination aus Worten und Bildern bedient ein gegenseitiges Verstehen und es gibt fließende Übergänge zwischen beiden. Beispielsweise entsteht durch die Darstellung der Wörter (Form, Größe und Farbe) eine zusätzliche Bedeutung (Gefühl, Lautstärke). Dadurch können in Comics bildhafte Aspekte porträtiert und verbale Aspekte in Bildern repräsentiert werden.

„Serious Comics“ können sowohl als spezielle Mixtur von linearen Multimedia Anweisungen, bzw. Infografiken, als auch als unterhaltsame Comics verstanden werden. Sie benutzen das unterhaltsame Potential (Kunstform) und die einzigartige Comic-Sprache um wissenschaftliche Informationen ansprechender hinsichtlich Kommunikation und Lernen zu gestalten.

Die Idee „Graphic Novels“ (illustrierte Romane) in der Wissenschaft zu nutzen ist nicht neu. Allerdings sind bisherige Ansätze eher pragmatisch und ohne wissenschaftliches Fundament. Im Gegensatz dazu bietet unser Ansatz von „Serious Comics“ eine systematische und wissenschaftlich fundierte Sicht auf den Einsatz von Comics für Wissenschaft im Allgemeinen und umfasst Wissenschaftskommunikation, Open Science (offene Wissenschaft), Citizen Science (Bürgerwissenschaft) sowie Bildungszwecke.

Projektaktivitäten und zukünftige Forschungsagenda

In einem ersten Schritt haben wir eine detaillierte Definition erstellt, eine systematische Klassifizierung von „Serious Comics“ vorgenommen (in Bezug auf existierende Ansätze) und Vorteile sowie Grenzen von Serious Comics erörtert. Basierend auf diesem theoretischen Grundgerüst, wurden mögliche Anwendungsfelder untersucht und eine zukünftige Forschungsagenda präsentiert. Diese theoretischen Grundlagen sind im Beitrag von Linek und Huff (2018) beschrieben. Aufbauend auf diesem Grundgerüst verfolgt das Forschungsprojekt „Serious Comics“ einen Schritt für Schritt-Ansatz, um zentrale Forschungsfragen zu Serious Comics empirisch zu untersuchen.

Der Fokus unserer Forschungsagenda liegt auf der optimalen Nutzung und Gestaltung von „Serious Comics“ für offene Wissenschaft, inklusive Wissenschaftskommunikation und Wissenschaftspopularisierung. Unsere geplanten Forschungsaktivitäten beinhalten sowohl eine Korpusanalyse bestehender Materialien und verwandter Literatur als auch qualitative und quantitative empirische Studien.

 
 

Projektergebnisse / Publikationen

  • Linek, S. B., & Huff, M. (2018). Serious comics: a new approach for science communication and learning. Proceedings of the 12th International Technology, Education and Development Conference (INTED 2018), pp. 3883-3890, 5th – 7th of March, 2018, Valencia, Spain.  http://hdl.handle.net/11108/355
  • Linek, S. B. & Eckhorst, T. (2021). Serious Comics. ZBW: Kiel (Germany). DOI: 10.5281/zenodo.4692311
  • Linek, Stephanie B.; Huff, Markus (2022) : Serious comics for science popularization: impact of subjective affinities and the crucial role of comic figures, In: Proceedings of the 16th International Technology, Education and Development Conference (INTED 2022), 7th – 8th of March, 2022, Valencia, Spain, IATED, Valencia, pp. 517-526. http://hdl.handle.net/11108/518

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