Open Peer Review: eine qualitative, interviewbasierte Studie

Projektbeschreibung

Peer Review ist eine der Säulen der Wissenschaft und wird von Zeitschriften, Geldgebern, Preisverleihern, Komitees und anderen Institutionen genutzt. Seine moderne Form wurde im 18. Jahrhundert eingeführt, und bis heute in gleicher Weise praktiziert. Open Science ist ein neues Phänomen, das die Notwendigkeit der Transparenz in der wissenschaftlichen Kommunikation als eines seiner Ziele betont. Open Peer Review (OPR) hat das Potenzial, diese beiden Phänomene zusammenzuführen und einen undurchsichtigen Prozess transparenter zu gestalten.

Um herauszufinden, warum Forschende Open Peer Review nutzen, haben wir Forschende befragt, die Open Peer Review als Autoren, Gutachter oder Herausgeber erlebt haben. Neun der elf Befragten wurden über die vom Kieler Institut für Weltwirtschaft herausgegebene Zeitschrift Economics erreicht. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass Forscher glauben, dass offene, online veröffentlichte Berichte die Qualität des Peer Reviews verbessern. Die Teilnehmenden waren ambivalent, was die Offenlegung ihrer Identität durch die Gutachter angeht. Auf der einen Seite waren sie der Meinung, dass offene Identitäten zur Qualität und zum Ton der Bewertungen beitragen. Andererseits waren sie besorgt über mögliche Vergeltungsmaßnahmen gegen weniger etablierte Reviewer, die bekannte Autoren begutachten.

Partner

  • Institut für Weltwirtschaft
  • ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

Kontakt

  • Prof. Isabella Peters, ZBW
  • Dr. Hadas Shema, ZBW
  • Ms. Sylvia Kuenne, IfW
  • Ms. Korinna Werner-Schwarz, IfW